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Einschränkungen der Menschlichen Leistungsfähigkeit (HPL)
Neben dem individuellen Können, den situativen und sozialen Erfordernissen einer Situation, ist die persönliche Motivation ein wesentlicher Einflussfaktor auf das menschliche Verhalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Verständnis der individuellen Leistungsfähigkeit im beruflichen Umfeld der akuten Traumamedizin ist die Erkenntnis, dass sich die Wirkung unterschiedlicher Stressoren aufsummiert. Sind die grundlegenden physiologischen Bedürfnisse nicht gestillt – z.B. Hunger, Durst, Schlaf – so wirken diese Defizite als Stressoren.
Kommen in einer akuten Situation weitere Stressoren, wie beispielsweise Zeitdruck, Informationsmangel etc. hinzu, so summiert sich deren Wirkung. In der akuten Situation genügt somit ein vergleichsweise geringer Stressor, um jemanden an die Grenze seiner Kapazität zu führen.
Die Grenze der Kapazität bzw. individuellen Belastbarkeit ist von Person zu Person sehr unterschiedlich.
Sie lernen die Mechanismen kennen, warum die maximale Leistungsfähigkeit bei einem mittleren Anspannungsgrad erzielt wird. Warum sowohl Unter- als auch Überforderung zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit führen. Und dass Stress entsteht, wenn die Anforderungen der Situation die eigenen Bewältigungsmechanismen übersteigen.