Allgemeines
S:Themenkreise
- Situationsgerechtes Bewusstsein
- Einschränkungen der Menschlichen Leistungsfähigkeit (HPL)
- Stressmanagement und Konfliktmanagement
- Fehlerentstehung und Fehlermanagement / Fehlervermeidungsstrategien
- Kooperation und Konfliktlösung
Die von Teammitgliedern der akuten Traumamedizin ( Notarzt-/Rettungsdienst – Schockraum –OP –Intensivstation) zu erfüllenden Aufgaben und der Auftrag zur Patientensicherheit verlangen eine über 24 Stunden und 7 Wochentage gesicherte Leistungsfähigkeit.
Das Arbeitsumfeld ist von sehr unterschiedlichen und von Patient zu Patient wechselnden Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Dazu gehören neben den patienten- und verletzungsassoziierten Faktoren, im Besonderen die von der aktuellen Arbeitssituation verursachten örtlichen und tageszeitlichen Umstände aber auch insbesondere persönliche und gruppendynamische Bedingungen.
Diese Umstände machen eine erfolgreiche Gruppenarbeit im "High-Risk-Environment" (um mehr Patientensicherheit zu erreichen) zwingend erforderlich.
"Experten machen die gleichen Fehler wie der Rest von uns, lediglich unter anderen Umständen".
In der Akutmedizin hat die Fähigkeit der handelnden Personen, Entscheidungen schnell und richtig zu fällen, eine herausragende Bedeutung. Der Mechanismus, der in der Akutmedizin letztlich zu Entscheidungen führt, unterscheidet in keiner Weise vom Mechanismus anderer Entscheidungsträger im beruflichen Umfeld.
Nicht selten findet die Entscheidungsfindung in der Akutsituation bei schlechter Informationslage und/oder fehlerhafter Datenlage statt.
In solchen Situationen werden die von den Sinnen erfassten Informationen vom Gehirn zu einem Modell verarbeitet (man spricht hier vom "mentalen Modell"), einem Bild der Wirklichkeit, wie wir sie uns in der jeweiligen Situation gerade vorstellen.